Michi gewinnt Ironman 70.3 Campeche

Michi gewinnt Ironman 70.3 Campeche

Der österreichische Triathlon-Profi Michael Weiss startete in die neue Saison so, wie er sie letztes Jahr beendet hat: Mit einem Sieg beim Ironman 70.3 Campeche bewies der Gumpoldskirchner, dass auch heuer wieder mit ihm zu rechnen sein wird. Keineswegs eine Überraschung jedoch, denn schon 2018 wurde er bei dieser mexikanischen Halbdistanz hinter Terenzo Bozzone starker Zweiter.

"Dieser Wettkampf war vom ersten bis zum letzten Meter einfach nur hart", stellt Michi mit schmerzverzerrtem Gesicht fest. Eine ungewöhnlich späte Startzeit um 12:50h erschwerte die Bedingungen massivst: "Beim Schwimmen war es extrem unruhig ("choppy") und sowohl beim Radfahren, als auch beim Laufen heiß und windig", sagt Weiss rückblickend.

Geschwommen wurde in der Marina des Campeche Country Clubs im Golf von Mexiko. In verhältnismäßig starken 29:11 stieg Michi in seinem Blueseventy PZ4TX mit nur deutlich unter 3 Minuten hinter der Führungsgruppe aus dem 28 Grad warmen Wasser.

Somit begann wie gewohnt die Aufholjagd auf seinem Diamondback Andean. Schon zu Beginn der 90km langen Radstrecke konnte er Mitfavorit Matt Hanson (USA) hinter sich lassen. Nachdem der Überbiker einen nach dem anderen seiner Konkurrenten überholen konnte, distanzierte er auch bei ungefähr Kilometer 70 den Belgier Pieter Heemeryck, sowie Ben Hoffman aus den USA. Lediglich der Ironman Weltmeister aus dem Jahre 2013, Frederik Van Lierde (BEL), kam in der zweiten Wechselzone mit einem Vorsprung von ca. 2 Minuten vor Michi an. "Ich wusste, dass meine Leistung (Watt) wegen der brutalen Hitze 5-10% niedriger sein wird, als normalerweise in einem 70.3", analysiert der SRM gesponserte Athlet. Trotzdem schaffte der 7-fache Ironman Sieger erneut die schnellste Radzeit in 2:00:26 mit 332 Durchschittswatt auf seinem PowerControl8.

Der große Vorteil des Starts am Nachmittag waren deutlich mehr Zuschauer auf der Strecke, sowie eine Live-Übertragung im Fernsehen. Die 21,1km bestanden aus 2 Runden mit jeweils 2 Wendepunkten auf der Küstenstraße ("Malecón"), inklusive einer Schleife durch die Altstadt auf Kopfsteinpflaster. Detail am Rande: Campeche ist eine wunderschöne Stadt im Kolonialstil, samt Befestigungsanlage, die zum Schutz gegen Piraten diente.

Schon vor Ende der ersten Runde schaffte Weiss, den ehemaligen Weltmeister einzuholen. Ohne zu warten, zog Michi gleich durch und ging somit bei ca. Kilometer 9 in Führung. Nun galt es, den zweiten starken Belgier, Pieter Hymmeryck, welcher 2018 bei der 70.3 WM Vierter geworden war, auf Distanz zu halten. Obwohl dieser schon bis auf 30 Sekunden an den Niederösterreicher herangekommen war, rettete das TriRunners Baden Vereinsmitglied in einer Gesamtzeit von 3:50:02 einen Vorsprung von 1:27. Dritter, mit schon deutlich mehr Rückstand (2:46), wurde der Ironman Hawaii Zweitplatzierte von 2014, Ben Hoffman.

Überglücklich und erleichtert ließ sich "Miguel Blanco" von den enthusiastischen Mexikanern feiern, samt großzügig geschätzten 1000 "Selfies" mit Fans. Nun gilt es so schnell wie möglich zu regenerieren: Nach der Rückreise ins El Cozumeleño Beach Resort, wo sich Michi schon eine Woche vor dem 70.3 Campeche vorbereitet hatte, wird er noch für weitere 8 Tage in Cozumel trainieren, um sich den Feinschliff für den Ironman Südafrika zu holen. Die Ironman African Championship in Port Elizabeth am 07. April wird Michis nächster Wettkampf sein. Bevor es ans andere Ende der Welt gehen wird, macht der nun 5-fache 70.3 Champion noch einen kurzen Stopp in seiner geliebten Heimatgemeinde Gumpoldskirchen, inklusive dem einen oder anderen "Achterl" beim Heurigen, sowie kulinarischen Köstlichkeiten im "Hotel Mama".

Foto: zfV (privat)






 >> Alle Termine anzeigen

© Michael Weiss, 2019
programmed by NYX | powered by bikeboard.at