10. bei der Ironman Weltmeisterschaft

10. bei der Ironman Weltmeisterschaft

Im achten Anlauf wird der Gumpoldskirchner Michael Weiss 10. bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii und erreicht somit ein lang ersehntes Top-10 Resultat. In einer Gesamtzeit von 8:11:04 überschreitet der Niederösterreicher die Ziellinie in Kona mit 18:25 Rückstand auf Patrick Lange aus Deutschland, der seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen konnte.

Den Grundstein legte der 5-fache Ironman Sieger mit einem soliden Schwimmen in 54:14 über 3,9km im Pazifischen Ozean. "Im Gegensatz zum Vorjahr konnte ich diesmal wieder in einer Gruppe mitschwinmmen. Die Schulterverletzung nach dem Radsturz im März 2017 ist komplett ausgeheilt", so ein zufriedener Weiss. In seinem Blueseventy PZ4TX stieg er unter anderem mit dem späteren Zweitplatzierten Bart Arnouts (BEL) aus dem Wasser.

Dass die Radform passte, das war schon im Vorhinein klar: Beim letzten Wettkampf vor Hawaii fuhr Michi einen neuen Streckenrekord beim 70.3 Cozumel. Diesen verpasste er auch auf Big Island nur um knapp über 2 Minuten. Mit einer Radzeit von 4:11:27 war nur der Australier Cameron Wurf etwas schneller, welcher im Ziel Platz 9 erreichte. "Es herrschten perfekte Bedingungen mit relativ wenig Wind. Mit meinem Diamondback Andean und den neuen HED Vanquish 8 Laufrädern nutzte ich die Gunst der Stunde und knallte die zweitschnellste Radzeit hin, die jemals in Hawaii gefahren wurde", stellt Michi rückblickend fest. Auch die Leistungswerte auf seinem SRM PC8 waren so stark wie nie zuvor: Mit seinem Origin Powermeter leistete er durchschnittlich 322 Watt (330 Normalized Power). Eine ausführliche Analyse findet man auf www.srm.de

Der Überbiker stieg als Vierter in T2 vom Rad und startete den Marathon gemeinsam mit Weltmeister Patrick Lange. "Ich wollte das Tempo von Arnouts und Currie (NZL) einfach nicht mitgehen, um die 42,195km eher verhalten anzugehen. Sogar Patrick Lange ließ sich zu Beginn nicht verleiten", stellt Michi fest. Konstant lief der TriRunners Baden Athlet sein Tempo und hielt sich bis 10km vor dem Ziel in den Top-10 auf. "Als mich Andy Potts (USA) nach dem Energy Lab überholte und ich auf Platz 11 zurückfiel, dachte ich schon, das war's dann. Ich konnte einfach nicht mehr schnell(er) laufen ab ca. Kilometer 20, vor allem der Hitze wegen", analysiert ein selbstkritischer Weiss. Ganz nach dem österreichischen Motto "aufgeben tut man nur einen Brief" und Dank der Anfeuerungen mehrerer Freunde kämpfte Michi weiter bis zum Schluss. Dieser Einsatz mit Herz machte sich auf den letzten Metern bezahlt, als Michi plötzlich den spanischen Kurzdistanz-Superstar Javier Gomez Noya ein- und sofort überholte. "Ich konnte es kaum glauben, als ich Javier in der letzen Rechtskurve auf einmal wieder sehen konnte. Am Ali'i Drive musste ich dann nochmals voll mobilisieren. Obwohl der mehrfache Weltmeister anscheinend massive Probleme hatte und, gerade als ich ihn einholte, zu gehen begann, musste ich maximal durchziehen. Schnelligkeit willst du sicher nicht mit jemanden austesten, der 10km unter 30 Minuten laufen kann", sagt ein schmunzelnder Michi. Ohne zurückzuschauen, überquerte er mit einem Laufsplit von 3:00:02 total erschöpft die Ziellinie und schaffte somit in allerletzter Sekunde den Sprung auf das Kona Podium. Lediglich 32 Sekunden fehlten auf den Neunten und nur eineinhalb Minuten auf Platz 8.

Nach zwei Wochen Erholung wird Michi das Training in Österreich wieder aufnehmen, um am 18. November beim Ironman Cozumel fit am Start stehen zu können. Optimalziel wäre natürlich, den heiß begehrten Kona-Slot für 2019 zu holen!

Foto: Timothy Carlson






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