Neunter bei der 70.3 Weltmeisterschaft

Neunter bei der 70.3 Weltmeisterschaft

Zum zweiten Mal war der österreichische Triathlonprofi Michael Weiss bei einer Ironman 70.3 Weltmeisterschaft am Start: Nach einem 4. Platz 2011 im amerikanischen Henderson (Nevada), nun heuer im südafrikanischen Port Elizabeth am 02. September. Als Novum waren mit Jan Frodeno (GER), Alistair Brownlee (GBR) und Javier Gomez (ESP) die drei erfolgreichsten Athleten der Olympischen Distanz bei einer Ironman Veranstaltung gemeinsam vertreten, wodurch es zum besten Profifeld jemals kam.

Geschwommen wurde im 17-18 Grad kalten Indischen Ozean in der Nelson Mandela Bay. Leider verlor Michi über die 1,9km beinahe 5 Minuten auf die schnellsten Schwimmer. Trotzdem zeigte er sich kämpferisch und stieg nach Ausziehen seines Blueseventy Helix Neoprens mit voller Motivation auf sein Diamondback Andean und begab sich auf die "Jagd".

Bei kühlen und nassen Bedingungen konnte sich der Gumpoldskirchner auf coupiertem Terrain mit äußerst rauem Straßenbelag sukzessive nach vorne arbeiten. "Ich wusste, dass die 90km Radfahren extrem hart werden würden. Schon im Training wurde man vom schlechten Asphalt regelrecht durchgerüttelt. Solche Verhältnisse ist man aus Österreich nicht gewohnt! Im Vergleich dazu fühlen sich die Straßen beim Ironman Austria rund um den Wörthersee wie Butter an.", sagt der 5-fache Ironman-Sieger. Nach 2:08:16 und etlichen Überholmanövern kam Weiss in den Top-15 liegend gemeinsam mit einer Gruppe um Lokalmatador James Cunnama in der zweiten Wechselzone an.

Dass Michis Laufform stark war, wusste man. Die Frage war jedoch, ob und wie er den 1:07:32 Halbmarathon seines Sieges beim 70.3 Zell am See am Wochenende zuvor verkraften würde. Vom ersten bis zum letzten Kilometer bewies Weiss erneut, dass er momentan zu den konstant schnellsten Läufern im Triathlonsport gehört: Mit einer Zeit von 1:10:45 über die 21,1km überquerte das TriRunners Baden Vereinsmitglied als sehr guter Neunter in 3:50:39 die Ziellinie.

Auf den neuen Weltmeister aus Deutschland, Jan Frodeno (Olympiasieger Peking 2008, 2-facher Ironman Weltmeister und nun auch 2-facher 70.3 Weltmeister) verlor Österreichs erfolgreichster Lang- und Mitteldistanz Triathlet knapp über 14 Minuten. "Es ist schon ein wenig frustrierend, aber natürlich auch beeindruckend, auf allen drei Disziplinen so distanziert zu werden. Beim Schwimmen 5, sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen ca. 4 Minuten...Das bringt extra Motivation für die letzten Wochen des Ironman Hawaii Trainings!" analysiert ein optimistischer Michi Weiss, der mit dem Südkärntner Triathlon und dem 70.3 Cozumel vor der Ironman Weltmeisterschaft noch zwei Halbdistanzen bestreiten wird.






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