Sieg beim Ironman Austria

Sieg beim Ironman Austria

Beim zwanzigjährigen Jubiläum des Ironman Austria gab es den ersten österreichischen Sieger: Im 7. Anlauf erfüllte sich der Gumpoldskirchner Michael Weiss seinen Traum und konnte in Klagenfurt die Ziellinie als Gewinner überschreiten.

Selbst ein eher enttäuschender 10. Platz bei der 70.3 Europameisterschaft in Dänemark zwei Wochen zuvor brachten den 37 Jahre alten Niederösterreicher nicht aus der Ruhe. Mit dem Selbstvertrauen des Sieges beim 70.3 St. Pölten ging das TriRunners Baden Vereinsmitglied hoch motiviert in sein zweites Heimrennen. Trotz starker Konkurrenz mit u.a. dem Hawaii-Dritten David McNamee (GBR) und dem starken US-Amerikaner Andy Potts zählte Weiss vor dem Wettkampf zu den klaren Favoriten.

Geschwommen wurde wie immer im Wörthersee, wobei die letzten 1000m der 3,8km im Lendkanal zu bewältigen waren. In seinem Blueseventy Helix Neoprenanzug stieg Michi in soliden 52:04 als 23. Profi aus dem Wasser.

Auf seinem Diamondback Serios konnte er die große Gruppe rund um Potts und Ivan Tutukin (RUS), sowie die drei österreichischen Athleten Reitmayr/Giglmayr/Steger schon in der ersten von zwei 90km Runden einholen. Bei ca. Kilometer 60 attackierte er in den Anstieg des Rupertibergs und konnte sich absetzen. Nur 10km später fuhr Michi auch auf David McNamee auf und konnte ihn sofort hinter sich lassen. An dritter Stelle liegend, galt es nur noch, das deutsche Führungsduo Wojt/Ackermann einzuholen, was bei Kilometer 120, kurz vor dem Anstieg hinauf zum Faaker See, geschah. Danach brauchte es jedoch bis zum Fuße des Rupertibergs, bis Weiss die entscheidende Attacke lancieren konnte. Mit der schnellsten Radzeit des Tages über 180km bzw. 1700 Höhenmetern kam er schließlich nach 4:16:09h als Führender in der zweiten Wechselzone an. Eine Analyse der geleisteten 315 Durchschnittswatt ist bereits auf www.srm.de zu finden.

Mit der Schnelligkeit eines 70.3 Champions ging Michi den ersten Halbmarathon in 1:20h an, was einen 3:48/km Schnitt bedeutete. Mit weit über 10 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten entschied der nun 5-fache Ironman Sieger, das Tempo deutlich zu drosseln, um die letzten 21,1km ohne Risiko zu bewältigen. Mit einer Marathonzeit von 2:51:39 konnte Michi in 8:04:46 im wahrsten Sinne des Wortes den Sieg "heim bringen". Der zweite Platz ging an den Russen Tutukin (+8:35), Dritter wurde Andy Potts aus den USA (+9:39).

"Ich bin überglücklich, kann den lang ersehnten Sieg noch gar nicht wirklich realisieren. Vielen Dank an meine Familie, Freunde, den gesamten Trainerstab, Unterstützer und Sponsoren, welche alle über Jahre hinter mir gestanden sind. Natürlich auch ein riesiges Dankeschön an die Veranstalter des Ironman Austria und die vielen freiwilligen Helfer, ohne die so ein Event gar nicht möglich wäre. Das heimische Publikum war ein Wahnsinn- ich habe noch immer die Gänsehaut! Auch dass Ironman das komplette Rennen live auf Facebook übertragen hat, schätze ich sehr", sagte Michi Weiss rückblickend. Über die nächsten 1-2 Wochen steht die physische, aber auch mentale Erholung im Vordergrund, mit nur lockeren Trainingseinheiten und regenerativen Maßnahmen wie z.B. Massagen und ART. Mitte Juli beginnt der Aufbau für die zweite Saisonhälfte, welche die 70.3 Weltmeisterschaft in Südafrika als ersten Höhepunkt hat.

Foto: Rômulo Cruz (Instagram: @rcruzworld)





18. November 2018 (Races / Cozumel)
Ironman Cozumel

08. Dezember 2018 (Races / Bahrain)
Ironman 70.3 Bahrain


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