Michi gewinnt 70.3 St. Pölten

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Nach bereits einem 2. und einem 3. Platz beim 70.3 St. Pölten gelang dem Niederösterreicher im sechsten Anlauf die langerhoffte Sensation: Michi Weiss krönte sich in einer Zeit von 3:51:36 bei seinem Heimrennen zum Sieger, womit er gleichzeitig einen neuen Streckenrekord aufstellen konnte. "Ich kann es einfach nicht glauben: Endlich hat einmal alles gepasst, und ich konnte meine Topform am Renntag umsetzen", so ein strahlender Weiss.

Gestartet wurde pünktlich um 7h, mit einem Sprung der männlichen Profiathleten in den Viehofner See. Trotz perfekten Außentemperaturen an einem Traumtag waren die Seen noch kalt genug, wodurch Michi in seinem Blueseventy Helix Neopren schwimmen konnte. Mehrzahl, da nach den ersten 1000m und einem kurzen Landausstieg ja auch noch 900m im Ratzersdorfer See zu bewältigen waren. In soliden 27:40 stieg er als 17. aus dem Wasser und hatte ca. 4 Minuten Rückstand auf den Führenden.

Wie gewohnt, nahm der vierfache Ironman Sieger die 90km Radstrecke, welche mit ungefähr 900 Höhenmetern gespickt war, auf seinem Diamondback Andean Triathlonrad in Angriff. "Ich fühlte mich heute eigentlich nicht gut am Rad und konnte daher nur um die 340 Durchschnittswatt auf meinem SRM PowerMeter drücken", so ein selbstkritischer Weiss, der zuletzt beim 70.3 St. George beinahe 30W mehr im Schnitt leistete. Trotzdem schaffte der Überbiker wieder einmal die schnellste Radzeit des Tages, in einer Zeit von 2:09:13, welche ihn an 9. Stelle liegend heil in die zweite Wechselzone brachte.

"Das Schöne beim Laufen ist, dass am wenigsten passieren kann. Höchstens ein Lungenpatschn kann dich stoppen", so ein schmunzelnder Weiss. Dass die Form der dritten Disziplin top war, wusste Michi dank konstant schneller Halbmarathons bei den 70.3s Campeche/Texas/St. George. Trotzdem musste er die Kastanien aus dem Feuer holen, um den Rückstand auf den führenden Italiener Molinari zu schließen. "Sobald ich auf den zweitplatzierten Schweizer Ruedi Wild bei ca. Kilometer 10 aufgelaufen war, konnte ich Giulio sehen. Das, in Kombination mit einer längeren Passage durch den Zielbereich, gab mir extra Motivation. Ich hatte die Ganslhaut!", sagt Michi stolz rückblickend. Angefeuert von hunderten, wenn nicht gar tausenden Zuschauern, ließ sich der Gumpoldskirchner auf kein Duell mit Molinari ein und attackierte sofort, als er ihn bei Kilometer 11 einholte. Die letzten einsamen 10km an der Spitze waren sicher die schönsten, aber auch nervenaufreibend: "Ich wollte einfach auf Nummer sicher gehen und zog bis zum Schluss durch", stellt der erschöpfte Champion fest. Umjubelt hieß ihn das überwiegend heimische Publikum auf der Zielgeraden willkommen, samt politischer Prominenz Dr. Petra Bohuslav und Bürgermeister Stadler.

Fazit 2018: Michi Weiss präsentiert sich bis dato in der Form seines Lebens. Im Vergleich zu bisherigen Leistungswerten scheinen keine Ausreißer auf: Als konkretes Beispiel sei zu beachten, dass er schon 2014 beim 70.3 St. Pölten 1:09:20- sprich 8 Sekunden schneller als am Sonntag- gelaufen war. Auch diesmal wird Coach Garth Fox Michis SRM Datei analysieren und in einem informativen Artikel auf www.srm.de veröffentlichen. Unschlagbar auch hier: Nur wenige seiner Konkurrenten zeigen solche Transparenz wie Weiss über die letzten 5 Jahre.





26. August 2018 (Races / Zell am See)
70.3 Zell am See

02. September 2018 (Races / Port Elizabeth)
70.3 World Championship

13. Oktober 2018 (Races / Kona, Hawaii)
Ironman World Championship


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