5. Platz für Weiss beim Ironman 70.3 Cozumel

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Nach 4 Wochen umfangreichem Höhentraining in Colorado machte sich der Triathlonprofi Michael Weiss auf nach Cozumel, Mexiko. Die örtliche Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit bieten ideale Bedingungen, um sich auf die Ironman Weltmeisterschaft in Kona vorzubereiten; der 70.3 Cozumel sollte ein guter Vorbereitungswettkampf sein. "Ich will einen Wettkampf wie diesen nicht Trainingsrennen nennen, aber in diesen Half Ironman ging ich tatsächlich ohne spezielle Vorbereitung und ohne Tapering. Ich fühlte mich ziemlich müde und hielt meine Erwartungen deshalb in einem realistischen Rahmen."

Bei normalen Cozumel Wettkampfbedingungen am Renntag absolvierte Michi das 1,9km Schwimmen in 25:41 ohne Schmerzen in der Schulter. Eine beachtliche Leistung nach der schweren Verletzung und OP des Schlüsselbeinbruchs samt AC-Gelenks im Frühjahr. "In meiner Schulter ist noch immer eine Metallplatte, also kann man mich einen richtigen 'Ironman' nennen. Die Platte verbindet das Schlüsselbein mit dem Akromion und muss in der Offseason nochmals chirurgisch entfernt werden. Anfangs war sich der behandelnde Arzt nicht sicher, ob Schwimmen mit der Platte überhaupt möglich ist. Daher es eine riesige Erleichterung, dass ich beim 70.3. Cozumel ohne Beschwerden teilnehmen konnte."

Vergleicht man Michis übliche starke Leistungen am Rad, war dieser Tag eher unterdurchschnittlich für ihn. "Von Anfang an fühlte ich mich auf der Radstrecke nicht frisch und brachte keinen Druck aufs Pedal. Ich machte einfach im Trott weiter auf meinem Diamondback Andean, hatte jedoch keine Power. Meinen Coaches und mir war bewusst, dass ich von den langen Ausfahrten und Läufen über die letzten Wochen noch Restmüdigkeit spüren würde; dass diese am Rad- meiner Stärke- ans Tageslicht kommen wird, damit haben wir nicht gerechnet. Trotzdem war das Ergebnis für mich ziemlich ungewohnt und unerwartet."

In der T2 angekommen, blieb Michi konzentriert und zuversichtlich, einen soliden Lauf liefern zu können. "Obwohl die Hitze und Luftfeuchtigkeit eine zusätzliche Herausforderung waren, gelang mir der Halbmarathon in 1:17:37 richtig gut, konstant und ohne Einruch." Schließlich kam ein exzellenter Lauf unter ähnlichen Bedingungen wie in Kona zustande, wodurch Michis Selbstvertrauen für die Ironman Weltmeisterschaft gestärkt wurde.

Michi finishte als Gesamtfünfter in 3:57:32. Der Sieg ging an Terenzo Bozzone (NZL), gefolgt von Matt Chrabot (USA) und Mauricio Mendez (MEX, Vorjahressieger). "Zusammenfassend waren das Ergebnis und die Radleistung unter meiner Erwartung", fügt Weiss hinzu. "Rückblickend hätte ich mir nicht mehr erwarten dürfen in Anbetracht der letzten Trainingsbelastungen auf Colorados Höhe...Zweifellos war es jedoch die richtige Entscheidung beim 70.3 Cozumel zu starten, 20 Tage vor Kona."

Michi wird noch weitere 10 Tage im El Cozumeleño Beach Resort bleiben, bevor es nach Kona geht. "Meine Coaches und ich wissen, dass ich nach einer Ruhephase wieder meine gewohnten Leistungen am Rad abrufen werde können, wie es mir bis jetzt eigentlich bei den meisten Triathlons gelungen ist. Der Schlüssel zum Erfolg- einer persönlich Bestleistung in Kona- wird sein, cool und fokussiert zu bleiben und auf das absolvierte Training und meine Fähigkeiten zu vertrauen."






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