Grenzgang bei der XTERRA-WM

Grenzgang bei der XTERRA-WM

Michael Weiss schnürt im Urlaubsparadies Hawaii erfolgreich den WM-Doppelpack. Bei den XTERRA World Championships in Kapalua, Maui landet der Triathlon-Profi aus Niederösterreich im hochkarätig besetzten Profi-Feld auf Rang 18 – und damit in der Kombi-Wertung mit der Ironman-Weltmeisterschaft auf Rang drei. Dabei musste der 35-Jährige an seine Grenzen gehen.

Zwei Wochen nach den Ironman World Championships in Kailua-Kona wurden auf der Nachbarinsel Maui die besten Cross-Country-Triathleten der Welt gekürt. Für den ehemaligen Weltklasse-Mountainbiker Michael Weiss seit vielen Jahren ein Fixtermin im Kalender.

Einen Fixplatz hat der Gumpoldskirchner auch in der „XTERRA Hall of Fame“, stand er doch zwischen 2008 und 2011 vier Mal am Stockerl. Höhepunkt war der WM-Titel 2011. „Seit damals hat sich der Sport brutal entwickelt, es gibt heute ganz viele Spezialisten“, so Weiss, der bei seinem sechsten Start auf Maui als 18. die Finishline überquerte.

Bis dahin war es aber ein hartes Stück Arbeit für den 35-Jährigen. „So extrem wie heuer waren die Bedingungen noch nie.“ Schon das 1,5 Kilometer lange Schwimmen verlangte den rund 800 Athleten alles ab. „Eigentlich war es der perfekte Tag zum Surfen“, lacht Weiss ob der meterhohen Wellen am Fleming Beach.

Am Mountainbike entwickelte sich auf den anspruchsvollen Trails eine Schlammschlacht über 32 Kilometer, die Mensch und Material – Weiss war auf einem Diamondback Overdrive 29er unterwegs - alles abverlangte. Stichwort: Rumble in the Jungle. „Ich musste bis an meine Grenzen gehen und an manchen Stellen sogar darüber hinaus.“ Das galt auch für den abschließenden Geländelauf über 11 Kilometer.

Nach 3:11:19 Stunden kam Österreichs erfolgreichster Triathlet ins Ziel – und hatte dort gleich doppelt Grund zur Freude. „Nur ein paar Kratzer und blaue Flecken“, war Weiss mit seiner Performance zufrieden. In der prestigeträchtigen Kombi-Wertung aus Ironman und XTERRA World Championships landete der Österreicher hinter Ben Hoffman (USA) und Sebastian Kienle (GER) auf Rang drei.

Den WM-Titel im Cross-Country-Triathlon sicherte sich der mexikanische Shooting-Star Mauricio Mendez, bei den Damen setzte sich wie schon 2014 und 2015 Flora Duffy von den Bermudas durch.






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