Rock'n'Roll und Heavy Metal in Texas

Rock

Triathlon-Profi Michael Weiss greift wieder über die Ironman-Distanz an. Der Niederösterreicher startet am Samstag bei den Ironman North American Championships in Texas. Es wartet ein technisch extrem anspruchsvoller Radkurs und ein hochkarätiges Starterfeld, denn es geht um viel: der Sieger löst das Ticket für die Weltmeisterschaften auf Hawaii.

Hawaii-Feeling ist garantiert, wenn am Samstag um 6:25 Uhr Ortszeit in der Gemeinde „The Woodlands“, rund 45 Kilometer außerhalb von Houston, der Startschuss zum Ironman Texas fällt. „Der Wetterbericht verspricht Hitze, Wind und hohe Luftfeuchtigkeit“, berichtet Michael Weiss, der sich bereits seit einer Woche in der Heimat von Country-Star Jack Ingram akklimatisiert.

Für das Rennen verspricht Österreichs erfolgreichster Triathlet, der sich in der Höhe von Colorado intensiv auf die US-Titelkämpfe vorbereitet hat, eine Mischung aus Rock’n’Roll und Heavy Metal. Denn die Radstrecke musste wegen starken Unwettern und Überschwemmungen von 180 auf 150 Kilometer verkürzt und adaptiert werden.

Der neue Kurs wurde erst zwei Wochen vor dem Rennen präsentiert und hat nun mehr als 80 Kurven. „Es hat ein bisschen etwas von einem Rad-Kriterium, mit einigen sehr tückischen Kurven und Bahnübergängen“, so der 35-Jährige, der das Set-Up seiner Diamondback-Zeitfahrmaschine an die neuen Gegebenheiten angepasst hat.

Weiss hofft, dass ihm seine exzellente Bike-Technik bei der erwarteten Aufholjagd zugute kommt. „Das Handling am Rad wird hier eine sehr große Rolle spielen, wie man aus den Kurven heraus beschleunigen kann. Ich denke, dass das ein Vorteil für mich sein könnte.“

Das 35-köpfige Profi-Feld wird von Titelverteidiger Matt Hanson aus den USA angeführt. Dazu kommen dessen Landsleute Jordan Rapp, Justin Daerr oder Andrew Starykowicz, den Michael Weiss beim Ironman 70.3 Texas vor fünf Wochen bereits hinter sich lassen konnte, als Konkurrenten.

Mit dem Deutschen Nils Frommhold, Eneko Llanos aus Spanien und Terenzo Bozzone aus Neuseeland kämpfen weitere Stars der Ironman-Szene um den Sieg und also die direkte Hawaii-Qualifikation.

Und natürlich möchte auch der einzige rot-weiß-rote Ironman-Sieger bislang ein ernstes Wörtchen um Platz 1 mitreden. „Ich habe mich super vorbereitet, fühle mich sehr wohl und werde wieder Vollgas geben“, verspricht der Niederösterreicher mit dem großen Kämpferherz.

Seine letzte Langdistanz hat Weiss vor knapp sechs Monaten absolviert – beim Ironman Cozumel wurde er Dritter. „Ich hoffe, dass meine Serie hält und ich in Texas zum vierten Mal in Folge - die WM ausgenommen - bei einem Ironman am Stockerl stehen kann.“






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