Als Staatsmeister zum Saison-Höhepunkt

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Sechs Wochen vor seinem großen Saison-Höhepunkt, den Ironman World Championships in Kailua-Kona am 11. Oktober, absolvierte Michael Weiss im Tiroler Unterland seinen letzten Wettkampf. Und die Challenge Walchsee-Kaierwinkl hielt, was die Streckenprofile versprachen. "Im Renn-Englisch würde man sagen: It was a hard day in the office", bekam der 33-Jährige am Sonntag die erhoffte Standortbestimmung.

Das Schwimmen im Walchsee absolvierte Weiss in 25:37 Minuten. "Ich habe mich nicht ganz so gut gefühlt wie bei der Cross-Triathlon-WM in Zittau, aber es war solide." Die Aufholjagd auf dem Rad wurde durch die mit vielen Steigungen und technischen Abfahrten extrem anspruchsvolle Strecke erschwert.

Ein wenig fühlte sich der Gumpoldskirchner an seine Tage als Mountainbiker erinnert. "Es war sehr schwierig in einen Rhythmus zu kommen, dazu hat das Schwimmen lange wehgetan. Aber ich habe gewusst, dass ich mir im Training eine gute Basis erarbeitet habe."

Als auf der zweiten Runde auch noch der Regen einsetzte, ging Weiss auf Nummer sicher. "Ich habe trotzdem super Druck am Pedal gehabt und gemerkt, dass ich genau dort bin, wo ich für Hawaii sein muss." Auch dank der neuen Sitzposition, die im Wettkampf hielt, was sie im Training versprochen hatte. "Komfortabel und trotzdem kraftbetont, das hat sich richtig gut angefühlt", so der nach dem Bike-Split und vor dem abschließenden Halbmarathon Viertplatzierte.

Diesen Platz sollte er nicht mehr hergeben - trotz einiger Positionswechsel im Feld. Knapp vor der 10-km-Marke wurde die Nummer 13 in der Ironman-Weltrangliste vom Briten Ritchie Nichols, einem Spezialisten für die Halbdistanz, überholt. "Ich bin es auf der ersten Runde sehr schnell angegangen, danach habe ich mein Tempo eingependelt und dann stark gefinisht."

Fünf Kilometer vor der Finishline fing der Niederösterreicher Lokalmatador Thomas Steger und lief zu Rang vier und zum Staatsmeistertitel über die Double Olympic Distance. "Das ist mehr als nur ein Trostpflaster für das verpasste Stockerl", so Weiss, der im Ziel 2:38 Minuten Rückstand auf Sieger Giulio Molinari aus Italien hatte.

"Es sieht so aus, als hätte ich in dieser Saison bei den großen Rennen den vierten Platz abonniert. Aber wenn ich nach dem Ironman Melbourne, der Cross Triathlon-WM in Zittau und jetzt bei der Challenge auch in Hawaii Vierter werde, nehme ich es mit Handkuss."






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