Letzter Formtest für Kona

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Michael Weiss hat sich gegen einen Start bei der Ironman 70.3-Weltmeisterschaft in Mont-Tremblant und für die Challenge Walchsee-Kaiserwinkl am Sonntag als finalen Test für Hawaii entschieden.

An die Halbdistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen) im Tiroler Unterland hat der Niederösterreicher gute Erinnerungen: 2010 gewann er die Premiere - und lieferte danach sein bestes Ergebnis in Kailua-Kona ab.

"Mir wird jetzt erst klar, wie viele hochkarätige Triathlon-Events wir in Österreich haben", lacht Michael Weiss nach der Besichtigung der Radrunde.

"Ich hätte auch einen Slot für die 70.3-WM in Kanada gehabt, aber wenn ich in mich hinein höre, war es die richtige Entscheidung", freut sich der 33-Jährige auf eine "super Chance, um mich noch einmal vor heimischem Publikum präsentieren zu können".

Die Bilder von seinem ersten und bislang letzten Challenge-Rennen 2010 waren nach der Ankunft in Walchsee sehr präsent. "Es war ein super Wettkampf mit toller Stimmung und für mich mit einem unerwarteten Sieg. Und danach habe ich trotz einer leichten Verletzung mein bestes Hawaii-Ergebnis (13. Platz; Anm.) erzielt. Hoffentlich ist das ein gutes Omen."

Walchsee ist die letzte Formüberprüfung für die Ironman World Championships am 11. Oktober. "Ich habe nach der Cross Triathlon-WM in Zittau super trainiert und möchte mir die Bestätigung holen, dass die Form passt."

Die Vorgabe von Trainer Mario Huys ("Sein geschultes Auge wird sehen, was bis Hawaii noch zu tun ist!"), der nur wenige Kilometer entfernt sein Fitness-Studio betreibt, ist klar: "Voll schwimmen, voll Radfahren und den Halbmarathon mit angezogener Handbremse laufen. Aber ich weiß, dass ich im Kampf um eine gute Platzierung den Turbo jederzeit zünden kann."

Am Prüfstand steht auch das Material, denn Weiss hat seit dem Ironman Austria viel Zeit in die Suche nach der perfekten Sitzposition investiert. "Ich fühle mich jetzt deutlich wohler, im Training funktioniert es super. Aber Wettkampf und Training sind zwei verschiedene Paar Schuhe", weiß der einzige rot-weiß-rote Profi im Hawaii-Starterfeld, der sich auf einen hochkarätigen Wettkampf und ein "cooles Starterfeld" freut.

Zu den schärfsten Konkurrenten um einen Spitzenplatz gehören der zweifache 70.3-Weltmeister Michael Raelert aus Deutschland, der nach fast einjähriger Verletzungspause ein Comeback feiert, der Brite Ritchie Nichols, Lokalmatador Thomas Steger und der Italiener Massimo Cigana, 2010 Zweiter hinter Weiss, der von einem eigenen "Fanklub" am Streckenrand unterstützt wird.

Der Start beim Ironman 70.3 Zell am See ist übrigens nur aufgeschoben - und zwar bis 2015, wenn das Rennen im Salzburger Land die Weltmeisterschaft ausrichtet. "Die Heim-WM hat absolute Priorität für mich, ist im nächsten Jahr neben Hawaii der Saison-Höhepunkt", möchte der Niederösterreicher schauen, dass er so früh wie möglich die Qualifikation in der Tasche hat.






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