Im "Wildsau-Modus" knapp an Bronze vorbei

Im "Wildsau-Modus" knapp an Bronze vorbei

Michael Weiss beendet die ITU Cross Triathlon Weltmeisterschaft im deutschen Zittau auf Rang vier.

Die Bronzemedaille verpasst der Niederösterreicher bei schwierigen Bedingungen und einer "Schlammschlacht" auf dem Mountainbike nur um 1:18 Minuten. Die Enttäuschung hielt sich beim 33-Jährigen danach in Grenzen: "Die Richtung für Hawaii stimmt!"

Schon beim Schwimmen setzte der Triathlon-Profi das erste Ausrufezeichen, absolvierte die 1,5 km mit der ersten Gruppe.

"Ich habe mich vom Start weg gut gefühlt, hatte einen super Rhythmus. Das war eine meiner besten Schwimmleistungen überhaupt." Und ein guter Gradmesser für die Ironman World Championships auf Kona im Oktober. "Dort wird auch ohne Neoprenanzug geschwommen."

Das Motto für den 36 km langen Mountainbike-Split war schon vor dem Rennen klar definiert: Jetzt wird's schmutzig! "Ich habe mit dem Mountainbiken aufgehört, damit ich genau solche Kurse nicht mehr fahren muss. Aber ich konnte den Schalter umlegen und habe es im Wildsau-Modus durchgezogen."

Die Lücke zu den Führenden nach dem Schwimmen war schnell geschlossen, aber nach 10 Kilometern flog der spätere Weltmeister Ruben Ruzafa aus Spanien vorbei. "Er fährt derzeit auf einem anderen Level, aber mal sehen, wieviel ich bis zur Xterra-Weltmeisterschaft auf Maui aufholen kann."

Auf den letzten 20 Kilometern fuhr der Gumpoldskirchner sein eigenes Rennen. "Die Abfahrten habe ich nur mit 90 Prozent gemacht. Ich wollte nicht stürzen, was eines der großen Ziele für dieses Rennen war."

Beim Wechsel auf die Laufstrecke lag Weiss immer noch in Schlagdistanz zu den Medaillen, zündete den Turbo und stürmte trotz Sturz im "Pacman-Style" an die Spitze. "Leider war die Laufstrecke ein bisschen zu kurz."

Auf den Drittplatzierten Bradie Currie aus Neuseeland und also WM-Bronze fehlten Weiss nur 1:18 Minuten. Seine Gesamtzeit: 2:38:28 Stunden. "Blech hat sich noch nie so gut angefühlt, ich bin mit dem Ergebnis super-happy", hielt sich die Enttäuschung über Blech in Grenzen. Im Gegenteil: "Ich bin stolz auf meine Performance und meinen Kampfgeist, die Richtung für Hawaii stimmt."

Seinen letzten Wettkampf vor den Ironman World Championships in Kailua-Kona bestreitet Michael Weiss am 31. August bei der Challenge Walchsee-Kaiserwinkl am 31. August über die Halbdistanz.






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